Erst wurde eine übliche Zeremonie abgehalten, die Matadore, ihre Helfer und das ganze Team ist einmal durch die Arena und hat sich sozusagen vorgestellt.
Dann kam der Matador dran, er versucht seine Überlegenheit gegenüber dem Stier zur Schau zu stellen. Die Stiere sind da schon schwer verletzt und einer schrie auch herzerweichend. Da stieg mir ein Tränchen in die Augen. Diese letzte Phase zeigt wie gut der Matador ist. Nach einigen Paraden, die sich über Minuten ziehen, wird dem Stier ein Degen zwischen die Schulterblätter gestoßen. Der Degen muss möglichst tief stecken bleiben und Ziel ist es ihn durch das Herz zu stoßen, das schaffen aber selbst die guten Matadore nur selten. Bei 5 der 6 Stiere bei den Kämpfen die ich gesehen habe ist dies nicht gelungen, das heißt dass der Stier noch ein bisschen gegen 4 oder 5 Männer antritt, diese ihn ein bisschen scheuchen und dann wird der Stier durch einen Stich in den Nacken mit einem Dolch getötet. Auch das ist scheinbar nicht immer so einfach. Einer der Stiere musste sehr lange leiden, was als Schande gesehen wird, und zog einige Buhrufe nach sich. Dann wird der Stier hinter 3 Pferde gespannt und kurz durch die Arena gezogen.
Wenn der Matador besonders gut war schwingt das Publikum nach dem Kampf mit Taschentüchern und der Präsident der Arena entscheidet ob er mit einem, zwei oder zwei Ohren und dem Schwanz belohnt wird. Ich fand alles sehr grausam aber auch interessant. Strenge Regeln werden befolgt und das Publikum ist sehr wachsam. Gute Matadore werden wahnsinnig bejubelt und schlechte ausgepfiffen. Ich möchte es nicht mehr sehen, es war aber interessant und eine Erfahrung wert.
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